BESCHLEUNIGER-TAG 2025: "Wir wollen KI überall reinbringen"
"Mit KI die Verwaltung retten." Das verspricht Arne Schönmann, strategischer Projektleiter des KI-Vorhabens NRW.Genius. Da Daten in einer externen Cloud gespeichert werden und daher abfließen können, ist die Nutzung von KI in der Verwaltung rechtlich nicht erlaubt. Genau hier setzt das Angebot von NRW.Genius an. Diese künstliche Intelligenz wurde eigens für die Verwaltung programmiert und wird in einem Rechenzentrum von IT.NRW betrieben, so dass sie sicher innerhalb der Verwaltung genutzt werden kann.
NRW.Genius integriert KI-Services in bestehende Prozesse und ermöglicht so einen flächendeckenden Einsatz in der Verwaltung. Dieses soll Beschäftigte in Verwaltungen bei zeitraubenden Tätigkeiten mit Textdokumenten unterstützen und erste Erfahrungen mit generativer KI in Behörden sammeln. Mit Funktionen wie Textgenerierung und intelligenter Dokumentenrecherche werden generische Teilprozesse in der Verwaltung effizient unterstützt und Mitarbeitende entlastet.
Will die Verwaltung mit KI retten: Arne Schönmann, strategischer Projektleiter des KI-Vorhabens NRW.Genius
"Wir wollen KI überall reinbringen", sagte Schönmann. Wie nötig das ist, zeigte ein Vergleich zwischen Europa und den USA. In den USA sind im Jahr 2024 109 Milliarden US-Dollar allein an privaten Geldern in KI investiert worden – in Europa lediglich 19 Milliarden Euro. Europa müsse dringend aufholen, um nicht abgehängt zu werden, sagte Schönmann. "KI wird in seiner Auswirkung total unterschätzt."
Die anschließende Diskussion stellte heraus: Nicht jede Kommune kann die Fachverfahren KI-ready machen. Das müsste durch eine zentrale Stelle für alle Kommunen erfolgen.
