BESCHLEUNIGER-TAG 2025: KI stärkt Bürgerbeteiligung

"Willkommen in der 3. Revolution." Mit diesem Satz eröffnete Dr. Stephan Wilforth, CEO von tetraeder, seinen Vortrag. Wilforth betreibt seit fast 30 Jahren Raumplanung online. In dieser Zeit wurde er Zeuge und Mitgestalter von drei Revolutionen:
1. Revolution (ab etwa 2000): Planungsunterlagen wurden über Online-Plattformen zur Verfügung gestellt. Die Information und Bürgerbeteiligung wurde so digital – und damit orts- und zeitunabhängig.
2. Revolution (ab circa 2010): Smartphones und Social Media machten Beteiligung mobiler. Die Beteiligung erfolgte mitten im Alltag. Der Nachteil nach Wilforths Erfahrung: Die Lese- und Aufmerksamkeitszeiten wurden geringer. Das führte zu Problemen beim Einsatz von KI. Denn sie kann nur unterstützen, wenn die Stellungnahme auch ein Mindestmaß an Qualität mitbringen.
3. Revolution (heute): KI kann das Niveau der Beteiligung heben. "Wir setzen bei Beteiligungen einen KI-Butler ein: Er erklärt das Verfahren, prüft die Verständlichkeit der Beiträge und verbessert sie, er unterstützt bei der Strukturierung der Argumente und reduziert die Gefahr von Fehlklassifikationen." Die Folge ist, dass die Bürger das Verfahren besser verstehen und strukturierter agieren. Die Verwaltung arbeite erkennbar schneller, Konflikte sinken und die Qualität steigt. Wilforth: "KI ist hier ein Hebel für echte Beschleunigung. Die Beteiligung wird nicht ersetzt, sie wird gestärkt. Und die Verfahren kommen schneller voran."